Ich werde oft gefragt: "Wie ist es wirklich?" Nicht die Instagram-Version, sondern der echte Alltag. Hier ist er.
Aufwachen in Gracia
Mein WG-Zimmer in Gracia ist klein. 15 Quadratmeter. aber die Aussicht auf die Kirche Santa Maria del Mar macht es wett. Ich wohne mit zwei anderen internationalen Praktikanten: einer Finnin und einem Niederländer. Frühstück machen wir gemeinsam. In Spanien ist Frühstück oft nur ein Kaffee und ein Croissant.
Metro zum Büro
Das Büro liegt im 22@ Viertel. Barcelonas Tech-Distrikt, 20 Minuten mit der Metro. Das Viertel sieht aus wie eine Mischung aus Berlin Mitte und San Francisco: alte Fabrikgebäude, neben gläsernen Startups. Vor dem Eingang gibt es immer Leute die auf ihren Laptops arbeiten.
Daily Standup
Das Team ist 12 Leute, aus 7 Ländern. Standup auf Englisch, 15 Minuten. Mein Aufgabenbereich: Content Marketing für den DACH-Markt. Mein Deutsch ist hier ein echter Vorteil. ich bin der einzige Native Speaker im Team.
Nach dem Standup: eigentlich arbeiten. Ich schreibe Blogartikel, analysiere SEO-Daten, und helfe beim Aufbau des deutschen Social-Media-Accounts. Es gibt immer genug zu tun.
Mittagspause. Menu del Dia
In Spanien ist Mittagessen heilig. Die meisten Restaurants in der Nähe bieten ein "Menu del Dia" an. drei Gänge inkl. Getränk und Dessert für 10 bis 13 EUR. Wir gehen fast immer zusammen als Team. Das ist kein Pflicht, aber fast jeder macht es.
Diese Mittagessen sind der Ort, wo ich am meisten über das Unternehmen und über Barcelona gelernt habe. Casual, offen, ohne Hierarchie.
Kurze Sonne nach dem Essen
10 bis 15 Minuten auf der Bank vor dem Büro. In Wien waer das lächerlich. hier ist es normal. Das Wetter in Barcelona macht auch im November einen Mittag im Freien möglich. Das klingt wie ein kleines Detail, aber es verändert wie du dich fühlst.
Feierabend und Einkaufen
Spanische Arbeitszeiten: oft 9:30 bis 18:30 oder 19:00. Kein frühes Ende. Dafür arbeitet man mit echten Menschen, nicht mit Emails. Auf dem Nachhauseweg: Mercadona oder La Boqueria, je nachdem ob ich faul oder motiviert bin.
Tapas in der Bar nebenan
In Spanien isst man spät. Abendessen vor 21 Uhr ist für Touristen. Wir gehen meistens in eine Bar in Gracia. Patatas bravas, Pan con tomate, ein Canya (kleines Bier). Die Spanier am Tisch nebenan sind laut und herzlich. Das Gespräch wechselt zwischen Spanisch und Englisch.
Heimkommen und Reflektieren
Manchmal gehen wir noch durch El Born oder an die Barceloneta. Meistens nicht unter der Woche. morgen ist Arbeit. Aber ich sitz auf der Dachterrasse unserer WG und denk: das ist der richtige Ort zur richtigen Zeit. Das klingt kitschig. Es ist aber einfach wahr.
"Das klingt gut. aber ist es auch karrieretechnisch sinnvoll?"
Ja. Ich habe in 4 Monaten mehr gelernt als in einem Jahr Uni. Echte Verantwortung, internationales Team, direktes Feedback. Und mein LinkedIn-Profil hat sich verändert. "Marketing Intern at [Startup], Barcelona" bekommt Aufmerksamkeit.
Was du brauchst, um das zu erleben
Lukas hat dieses Praktikum über unsere Plattform gefunden. Er hat sich registriert, ein kostenloses Profil erstellt und seinen Profil-Link mit seinen Bewerbungen mitgeschickt. 4 Monate später war er in Barcelona.
Kein Hexenwerk. Aber du musst anfangen. Hier ist der erste Schritt.
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