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Lukas, 23 — WU Wien, BBE 3. Jahr

4 Monate Praktikum bei einem Marketing-Startup in Barcelonas 22@ Viertel. Erasmus+ Förderung: 470 EUR/Monat. Hier ist sein typischer Dienstag.

Ich werde oft gefragt: "Wie ist es wirklich?" Nicht die Instagram-Version, sondern der echte Alltag. Hier ist er.

08:00
Morgen

Aufwachen in Gracia

Mein WG-Zimmer in Gracia ist klein — 15 Quadratmeter — aber die Aussicht auf die Kirche Santa Maria del Mar macht es wett. Ich wohne mit zwei anderen internationalen Praktikanten: einer Finnin und einem Niederländer. Fruehstueck machen wir gemeinsam. In Spanien ist Fruehstueck oft nur ein Kaffee und ein Croissant.

💰 WG-Zimmer in Gracia: 580 EUR/Monat all-inclusive
09:00
Morgen
🚌

Metro zum Büro

Das Büro liegt im 22@ Viertel — Barcelonas Tech-Distrikt, 20 Minuten mit der Metro. Das Viertel sieht aus wie eine Mischung aus Berlin Mitte und San Francisco: alte Fabrikgebaude, neben glaesernden Startups. Vor dem Eingang gibt es immer Leute die auf ihren Laptops arbeiten.

💰 Metro Monatskarte T-Casual: ca. 40 EUR
09:30
Morgen
💻

Daily Standup

Das Team ist 12 Leute, aus 7 Ländern. Standup auf Englisch, 15 Minuten. Mein Aufgabenbereich: Content Marketing für den DACH-Markt. Mein Deutsch ist hier ein echter Vorteil — ich bin der einzige Native Speaker im Team.

Nach dem Standup: eigentlich arbeiten. Ich schreibe Blogartikel, analysiere SEO-Daten, und helfe beim Aufbau des deutschen Social-Media-Accounts. Es gibt immer genug zu tun.

14:00
Mittag
🍳

Mittagspause — Menu del Dia

In Spanien ist Mittagessen heilig. Die meisten Restaurants in der Naehe bieten ein "Menu del Dia" an — drei Gaenge inkl. Getränk und Dessert für 10–13 EUR. Wir gehen fast immer zusammen als Team. Das ist kein Pflicht, aber fast jeder macht es.

Diese Mittagessen sind der Ort, wo ich am meisten über das Unternehmen und über Barcelona gelernt habe. Casual, offen, ohne Hierarchie.

💰 Menu del Dia: 10–13 EUR
14:30
Mittag
☀️

Kurze Sonne nach dem Essen

10–15 Minuten auf der Bank vor dem Büro. In Wien waer das laecherlich — hier ist es normal. Das Wetter in Barcelona macht auch im November einen Mittag im Freien möglich. Das klingt wie ein kleines Detail, aber es veraendert wie du dich fuehlst.

19:00
Abend
🛒

Feierabend und Einkaufen

Spanische Arbeitszeiten: oft 9:30 bis 18:30 oder 19:00. Kein fruehes Ende. Dafür arbeitet man mit echten Menschen, nicht mit Emails. Auf dem Nachhauseweg: Mercadona oder La Boqueria, je nachdem ob ich faul oder motiviert bin.

20:30
Abend
🍴

Tapas in der Bar nebenan

In Spanien isst man spät. Abendessen vor 21 Uhr ist für Touristen. Wir gehen meistens in eine Bar in Gracia — Patatas bravas, Pan con tomate, ein Canya (kleines Bier). Die Spanier am Tisch nebenan sind laut und herzlich. Das Gespraesch wechselt zwischen Spanisch und Englisch.

💰 Tapas-Runde für zwei: 15–20 EUR
22:00
Abend
🏟

Heimkommen und Reflektieren

Manchmal gehen wir noch durch El Born oder an die Barceloneta. Meistens nicht unter der Woche — morgen ist Arbeit. Aber ich sitz auf der Dachterrasse unserer WG und denk: das ist der richtige Ort zur richtigen Zeit. Das klingt kitschig. Es ist aber einfach wahr.

"Das klingt gut — aber ist es auch karrieretechnisch sinnvoll?"

Ja. Ich habe in 4 Monaten mehr gelernt als in einem Jahr Uni. Echte Verantwortung, internationales Team, direktes Feedback. Und mein LinkedIn-Profil hat sich veraendert — "Marketing Intern at [Startup], Barcelona" bekommt Aufmerksamkeit.

Was du brauchst, um das zu erleben

Lukas hat dieses Praktikum über unsere Plattform gefunden. Er hat sich registriert, ein Living Profile erstellt, und wir haben ihm innerhalb von 6 Wochen ein Gespräch mit einem Unternehmen in Barcelona arrangiert. 4 Monate später war er dort.

Kein Hexenwerk. Aber du musst anfangen. Hier ist der erste Schritt.


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